Historische Besprechungsräume, lange Flure und immer wieder das Gefühl, in eine andere Zeit einzutauchen: Das ist unser Hauptgebäude.
Das Hauptgebäude wird in der Zeit des Nationalsozialismus errichtet und ist der größte Gebäudeteil des heutigen BMAS. In der Zeit der DDR dient es vor allem als Sitz des Nationalrates der Nationalen Front. Besonders das ehemalige Büro von Staatspräsident Wilhelm Pieck und unser Besprechungsraum mit besonderer Beleuchtung nehmen uns mit auf eine kleine Zeitreise. Schauen Sie selbst weiter unten beim "Rundum-Blick in besondere Räume".
Genau hier war einst das Reichsministerium für Volksaufklärung und Propaganda. Die graue triste Fassade wurde bewusst beibehalten, um daran zu erinnern. Wo vor ein paar Jahren noch streng geschnittene Buchsbäume die Beete zierten, finden sich nun bienenfreundliche Gewächse. Wir Mitarbeitenden können während der Mittagspause im Innenhof bescheinigen: Den Bienen gefällt's!
Ein Rundum-Blick in besondere Räume
Das ehemalige Büro von Wilhelm Pieck
Mit Gründung der DDR am 7. Oktober 1949 wird das Gebäude Sitz der DDR-Verwaltung. Das Arbeitszimmer des ersten und einzigen Präsidenten der DDR, Wilhelm Pieck, ist bis heute mit seiner ursprünglichen Einrichtung erhalten.
Traditionell hat ein Abteilungsleitender dieses Büro inne und ist somit die einzige Person im BMAS ohne höhenverstellbaren Tisch. Das besondere Ambiente und die weichen Stühle lassen das aber verkraften.
Unser Besprechungsraum mit besonderer Beleuchtung
Der historische DDR-Besprechungsraum oder wie wir ihn liebevoll nennen: Unser kleiner Lampenladen. Schauen Sie in der 360°-Aufnahme mal nach oben zur Zimmerdecke.
Damals noch ohne Videokonferenzanlage aber mit sonst gleicher Inneneinrichtung: Hier tagte nach der Gründung der DDR der Nationalrat der Nationalen Front.
Ein Blick in ein typisches Einzelbüro
Ist man nicht Abteilungsleitender im ehemaligen Wilhelm-Pieck-Büro, so hat man seinen höhenverstellbaren Tisch.
Hier können Sie in ein Einzelbüro im BMAS schauen. Je nach Aufgabenverteilung teilen sich Personen ein Büro oder arbeiten allein. Der Obstkorb ist übrigens nicht Bestandteil der Ausstattung – genau wie Bilder oder Pflanzen kann dieser selbst mitgebracht werden.
Das Hauptgebäude im Laufe der Geschichte
1933 übernimmt Joseph Goebbels das Reichspresseamt und zieht in das alte Ordenspalais in der Wilhelmstraße. Dort errichtet er das Reichsministerium für Volksaufklärung und Propaganda. Für das neue Ministerium entstehen große Büroneubauten nach Plänen von Karl Reichle. Darin enthalten: ein Rundfunkraum und ein Kinosaal, um die nationalsozialistische Ideologie zu verbreiten und Filmmaterial zu prüfen. Die Vorgängerbauten müssen den neuen Gebäudekomplexen weichen.
1940 wird die Fertigstellung durch den kriegsbedingten Rückzug von 200.000 Tonnen Eisen verzögert. Doch Goebbels setzt den Bau dank seines Einflusses fort. In den Bürogebäuden arbeiten rund 2.000 Mitarbeitende in 17 Abteilungen. In den letzten Kriegswochen wird das Ordenspalais schwer beschädigt und auf sowjetischen Befehl hin abgerissen.
Ein Großteil des ehemaligen Ministeriums wird jedoch wiederhergestellt und vielfältig genutzt. Unter anderem vom Deutschen Volksrat, dem Nationalrat der Nationalen Front, dem DDR-Amt für Informationen und von Wilhelm Pieck, dem einzigen Präsidenten der DDR. Und auch das Ministerium für Medienpolitik findet 1990 hier seinen Sitz.
Nach dem Beitritt zur Bundesrepublik nutzt das Umweltbundesamt den Gebäudeteil. Zwischen 1996 und 2001 erfolgt eine Sanierung unter der Leitung von Josef Paul Kleihues. Heute bildet der ehemals von Joseph Goebbels errichtete Gebäudeteil den größten Teil des Bundesministeriums für Arbeit und Soziales.
Weitere Gebäudeteile und Räume
Kleisthaus
Ritterschaftsbank
Süderweiterung
Regine-Hildebrandt-Haus
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